Backpacking

Thailand Backpacking – Reisebericht

Nach unserem Aufenthalt in Vietnam ging es für die nächsten drei Wochen weiter nach Thailand. Innerhalb und zwischen den Ländern sind wir übrigens alles geflogen, da das nicht viel teurer war als zum Beispiel mit dem Night Train zu reisen.

First Stop Bangkok

Der erste große Unterschied zu Vietnam sind die vielen Autos und der damit verbundene Stau. Die Fahrt mit dem Taxi zum Hotel dauerte eine kleine Ewigkeit. Tausende von Autos fahren in 5 Reihen nebeneinander auf der Autobahn und es geht im Vergleich zum spontanen und immer fließenden Rollerverkehr in Vietnam kaum vorwärts. Umso froher waren wir, endlich im Hotel (Hilton Millenium) einzuchecken und vom Zimmer aus eine wunderschöne Aussicht auf den Chao Phraya River zu genießen. 

Bangkok, Thailand

Mit Grab ging es dann am Nachmittag nach China Town. Hier findet man jede Menge genießbares Street Food und es ist im Vergleich zu Vietnam wesentlich touristischer und somit auch einfacher, sich zurecht zu finden. Allerdings auch ein wenig teurer. Wir empfanden Bangkok quasi als geeignete Anfängerstation in Asien. Für die nächsten Tage haben wir uns einen Roller gemietet, hier herrscht übrigens Linksverkehr, und sind zum Café Tazzina frühstücken gefahren. Von dort aus ging es weiter in den Lumphini Park, wo wir den typisch thailändischen Schulunterricht an einer angrenzenden Schule beobachten konnten. Abendessen wollten wir bei Jay Fe, die leider im Urlaub war und geschlossen hatte. Aber direkt neben an befindet sich auch ein super leckeres Pad Thai Restaurant mit dem leckersten Orangensaft der Welt!

Abends sind wir dann zur berühmten Khao San Road gefahren, die man aus Hangover und vielen weiteren Filmen kennt. Fanden wir aber ehrlich gesagt lame und waren nach den ganzen hochgebauschten Erwartungen ziemlich enttäuscht. Die Khao San Road hat nichts mehr mit Thailand zu tun und ist wirklich nur noch auf touristische Massenabfertigung ausgelegt, sprich gegrillte Skorpione und Spinnen zum fotografieren und Essen. Ansonsten nichts, was man nicht auch schon auf Mallorca gesehen hätte. Interessanter war dagegen der Patpong Night Market im Rotlichtviertel Bangkoks. Der besteht nur aus einer einzigen Straße, aber jeder Menge Ständen und unfassbar ausdauernden und hartnäckigen Händlern. Dann ging es zurück ins Hotel und aufs Rooftop mit 360° View über Bangkok.

Unser nächster Rollerausflug führte uns zur liegenden Budda Statur. Übrigens muss man in den Tempeln immer die Schuhe ausziehen, sowie die Schultern und Knie bedeckt halten. Der Eintritt kostet 100 Baht pro Person. Direkt daneben liegt das Restaurant „The Sixt“, was eine absolute Preis-Leistungs-Empfehlung ist! Dann sind wir nur noch ein bisschen durch die Gegend gefahren, zurück ins Hotel und haben unsere Rucksäcke für das nächste Abenteuer gepackt.

Pakchong und Khao Yai National Park

Nach dem Auschecken aus dem Hotel sind wir auf eigene Faust zur Orchid Bus Station in Bangkok gefahren und von dort aus dann mit dem Bus nach Pakchong weiter, wo wir an einer Mall im Nirgendwo rausgeworfen wurden. Natürlich funktionierte dort kein WLAN und die Einheimischen sagten uns, es gäbe auch keine Taxis :D. Also sind wir dann auf gut Glück zur nächsten Bushaltestelle gelaufen und von dort aus mit dem Einheimischenbus mit Händen und Füßen weiter nach Pakchong rein gefahren. Wir wurden am Straßenrand für 10 Cent Fahrtgeld rausgelassen und dann ging es zu Fuß weiter in Richtung Ressort. 

Die Unterkunft Rajpracha Sport Resort lag ziemlich am Hang eines Berges und mitten im Dschungel und wir waren die einzigen Gäste mit Ausnahme einer Trainingseinheit des thailändischen Militärs, die nachts um 3 durch die Anlage marschierten. Allerdings wurden wir super lieb empfangen und der junge Hotel Manager sprach bestes Englisch. Bei ihm buchten wir für den nächsten Tag eine Dschungel-Tour (One Khao Yai Jungle Tours) mit Guide für 3500 Baht. 

Um 7 Uhr morgens gings los! Uns war anfänglich etwas mulmig, da wir noch nie richtig in einem Dschungel waren und wir am Abend zuvor diverse Horrorgeschichten von Affenbissen und Elefantenangriffen gehört hatten, der Tag entpuppte sich aber im Nachhinein zu einem der schönsten und aufregendsten Tage der Reise. Unser Guide Wantana holte uns zwei am Resort ab und wir fuhren hinten auf ihrem Pickup in den Khao Yai Nationalpark. Wir hatten mega Glück und waren die einzigen Teilnehmer auf der Tour! Auf dem Weg sahen wir Gibbons, Makaken, tropische Vögel und riesige schwarze Eichhörnchen. Am Visitor Center parkten wir und wanderten anschließend ca.4 Stunden mitten durch den Dschungel am Wasserfall entlang. Wir entdeckten ein Krokodil, jede Menge Spinnen (die sich von Vögeln ernähren…süß), eine giftige Baumviper, ein Python Baby und viele bunte Schmetterlinge. Dann erreichten wir einen Treffpunkt, an dem es Mittagessen gab und man zum berühmten Wasserfall aus „The Beach“ laufen konnte. Zudem hatte man vom Viewpoint einen einzigartigen Ausblick über den gesamten Dschungel.

Aussichtspunkt im Khao Yai Nationalpark

Ein wirklich perfekter Tag mit super lieber Tour-Führerin, die alles mit ihrer Cam fotografierte und uns anschließend die Bilder über Facebook schickte. Nur wilde Elefanten haben wir leider keine gesehen.

Koh Tao und Koh Samui

Mit dem Bus ging es am nächsten Tag weiter nach Bangkok zurück und mit Air Asia nach Chumphon. Von dem Flughafen aus kommt man easy mit dem Minivan für 200 Baht zum Pier von dem die Fähre auf die Inseln losfährt. Nach Koh Tao dauert die Fahrt ca. 1,5 Stunden mit dem Speedboat und kostet 600 Baht. Dort verbrachten wir eine wundervolle Woche im Paradies. Sehr zu empfehlen ist das Koh Tao Pinnacle Resort mit eigenem Strandabschnitt, Pool und einem traumhaften View übers Meer. Die Anfahrt ist allerdings eine Tortur, hatten natürlich wieder einen Roller gemietet, denn es geht auf Sandwegen unfassbar steil bergauf und auf der anderen Seite wieder runter.

Paradise Beach, Koh Tao

Unser Lieblingsstrand ist eindeutig der Freedom Beach (Eintritt frei). Hier kann man super schnorcheln und wir haben jede Menge Papageienfische, Korallen und einen Barracuda gesehen. Zudem empfehle ich sehr eine Schnorcheltour am Hafen zu buchen. Hier unterscheidet sich Half-day kaum von Full-day, da das gleiche Programm angeboten wird. Hier fährt man in einer kleinen Gruppe von ca. 15. Leuten einmal um die Insel und hält in tollen Buchten zum Schnorcheln. Unser Highlight – Shark bay! Hier kann man tatsächlich mit Haien schwimmen und wir haben eine riesige Sea Turtle gesehen. 

Neben einem einzigartigen Lebensgefühl und wunderschöner Natur bietet Koh Tao auch tolle Cafés und Restaurants auf einem sehr hohen Standard. Unser Lieblingssport ist das Coconut Monkey Café direkt am Strand. Dort kann man super brunchen und Zeit verbringen, schaut dort unbedingt vorbei 🙂

Nach unsere Woche auf Koh Tao sind wir weiter auf die Insel Koh Samui gefahren. Hier fahren täglich Fähren rüber. Am Hafen angekommen riefen wir ein Taxi zum Hotel, welches sich als Mofa entpuppte. Also fuhren Philipp und ich, drei Rucksäcke und zwei Tüten und der Fahrer auf einem Mofa mit 10 km/h eine halbe Stunde lang über die Ring Road zum Hotel. Abgesehen von der witzigen Erfahrung und natürlich ebenfalls traumhafter Natur hat uns Koh Samui jedoch nicht wirklich gefallen. Uns erinnerte es eher an ein Rentnerparadies und man kriegt an jeder Ecke Pizza und Pommes. Auch die Hotels sind gleich um ein Vielfaches teurer als auf Koh Tao. Ein persönliches Highlight haben wir aber dennoch entdeckt: das Fisherman’s House! Ein Café mit Modern Australian Breakfast und Mittagessen zu unschlagbar günstigen Preisen.

Fisherman’s House Samui

Chiang Mai

Von Koh Samui sind wir für um die 40€ nach Chiang Mai geflogen. Die Stadt liegt im bergigen Norden Thailands und hat hunderte buddhistische Tempel, die mit dem Roller alle sehr gut erreichbar sind. Zudem moderne Geschäfte, eine riesen Restaurant-Szene, Bars und Cafés. Abends empfiehlt sich der Night Bazar und der Night Market.

Chiang Mai
Chiang Mai

Vom Hotel in Chiang Mai aus haben wir einen Tagesausflug auf die Elephant Sanctuary gebucht (übrigens einfach über Facebook). Auch dieser Tag war unvergesslich, auch wenn man nie so richtig sicher sein kann, ob es den Tieren dort wirklich gut geht. Jedenfalls wurden wir morgens am Hotel eingesammelt, fuhren in den Dschungel hoch zur Sanctuary, vorbei an Kaffeplantagen und Erdbeerfeldern und haben den Tag damit verbracht, Elefanten zu füttern und zu baden.

Elephant Sanctuary

Auf der Farm leben derzeit vier Elefanten und ein vier Monate altes Elefantenbaby, mit dem wir am Ende auch noch spielen durften. Chiang Mai hat uns ebenfalls sehr sehr gut gefallen und kann ich jedem Thailandbereisenden unbedingt empfehlen!

Von hier aus ging es für uns nochmal ein paar Tage zurück nach Bangkok, ebenfalls eine Stadt, in die ich mich verliebt habe, und anschließend nach über fünf aufregenden Wochen in Asien wieder heim nach Frankfurt. 

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